Was ist der grundlegende Unterschied?
Die GKV (gesetzliche Krankenversicherung) ist das Standardsystem, in dem die meisten Angestellten und ihre Familien versichert sind; der Beitrag richtet sich nach einem Prozentsatz des Gehalts, nicht nach dem individuellen Gesundheitsrisiko. Die PKV (private Krankenversicherung) ist ein separater Vertrag mit einem Versicherer, dessen Beitrag von Alter, Gesundheitszustand und gewähltem Leistungsumfang abhängt — für junge, gesunde Menschen kann das günstiger sein, ist aber keine Garantie.
Wer darf überhaupt in die PKV wechseln?
Das ist der wichtigste Teil der Entscheidung: Nicht jeder darf frei in die PKV wechseln. Angestellte dürfen nur dann in die PKV wechseln, wenn ihr Bruttojahreseinkommen dauerhaft über einer bestimmten Grenze liegt (der sogenannten Versicherungspflichtgrenze); für 2026 liegt sie bei 77.400 € jährlich (bzw. 6.450 € monatlich). Selbstständige und Freiberufler unterliegen in der Regel keiner Einkommensgrenze und können von Anfang an PKV wählen. Diese Zahl ändert sich jährlich — prüfen Sie den aktuellen Wert immer mit Ihrem Berater.
Warum sollte man nicht überstürzt entscheiden?
Anders als bei der GKV kann eine Rückkehr von der PKV in die GKV ab einem bestimmten Alter oder unter bestimmten Umständen schwierig oder unmöglich sein; auch die PKV-Beiträge steigen in der Regel mit zunehmendem Alter. Diese Entscheidung sollte auf Basis der langfristigen Lebensplanung in Deutschland, der beruflichen und familiären Situation getroffen werden — nicht nur anhand des Preises im ersten Monat.
Die Angaben in diesem Ratgeber wurden am 28.8.2026 geprüft.
Private Krankenversicherung (PKV)
Kostenlose Beratung für diesen Bereich