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Privathaftpflichtversicherung: Warum sie in Deutschland fast jeder hat

Diese Versicherung ist gesetzlich nicht verpflichtend, aber warum gilt sie in Deutschland als unverzichtbar, und was deckt sie tatsächlich ab?

Ist sie wirklich verpflichtend?

Nein — entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist die Privathaftpflichtversicherung für Privatpersonen gesetzlich nicht vorgeschrieben (anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung, die tatsächlich Pflicht ist). Aufgrund des deutschen Haftungsrechts, das eine Person auch für unabsichtlich verursachte, mitunter sehr hohe und langfristige Schäden bei anderen haftbar macht, gehört sie in der Praxis jedoch zu den ersten Dingen, die fast jeder Deutsche und jeder Einwanderungsberater empfiehlt.

Warum gilt sie als so wichtig?

In Deutschland kann eine Person, die unbeabsichtigt einen finanziellen oder körperlichen Schaden bei jemand anderem verursacht — etwa einen Wasserschaden, der die Wohnung des Nachbarn darunter beschädigt, oder einen Fahrradunfall —, für den vollständigen Ersatz des Schadens haftbar gemacht werden, selbst wenn die Summe sehr hoch ist und sich über Jahre erstreckt. Diese Versicherung kostet in der Regel monatlich wenig (oft weniger als eine Mahlzeit im Restaurant) im Verhältnis zu einer Deckungssumme, die mehrere hunderttausend Euro betragen kann — deshalb gilt ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis als eines der besten unter allen Privatversicherungen.

Die Angaben in diesem Ratgeber wurden am 28.8.2026 geprüft.

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